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Erfahrungsberichte der Gastschüler und Gasteltern (2018/19)

Ein Bericht von einer Gastschülerin aus Westberlin 2019

Deutschland, meine ”zweite Heimat”

Warum nach Deutschland? Diese Frage wurde mir oft am Anfang gestellt. Es war für mich leicht und schnell zu beantworten, weil ich immer ein Ziel hatte, meine deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern, vertiefen, die deutsche Kultur zu verstehen und als Jugendliche diese vielfältige und bunte Stadt kennen zu lernen. Dabei wollte ich mich auch herausvorderen eine deutsche Schule zu besuchen, unter deutschen Schülern zu sein und zu lernen (…). Der erste Monat in Berlin war für mich interessant, weil ich viel Neues und Ungewöhnliches gesehen habe. Zum Beispiel was mir sofort aufgefallen ist, sind die verschiedenen Eindrücke von Nationalitäten und Menschen mit vielen verschiedenen Meinungen und Bekleidungen. Ich habe dadurch viel Inspiration bekommen und gelernt. Es war aber nicht nur einfach mich alleine hier zurecht zu finden, weil ich hier niemanden kannte und die Sprache nicht perfekt beherrschte. Eine von den Herausforderungen war sich in der Schule auszukennen. Ich kann mich an die erste Chemie Stunde noch erinnern, wo ich fast gar nichts verstanden habe. Es hat mir viel Kopfzerbrechen gemacht, ob ich alles verstehen werde. In diesen schweren Anfang war es aber gut zu wissen, dass neben mir noch eine Gruppe von 28 Schülern aus Norwegen dabei waren. Wir haben uns sofort kennen gelernt, viel mit einander gemacht, unterstützt und geholfen. Dabei gab es noch viele hilfreiche Lehrer, die als wichtige Kontaktpersonen für uns waren.

Plötzlich ist die Zeit schnell vergangen und wir haben uns inzwischen zurecht gefunden. Durch dieses Austauschjahr habe ich viele gute und auch anstrengende Erfahrungen gesammelt. Dabei habe ich gelernt mit schwierigen Situationen umzugehen und immer eine passende Lösung zu finden. Meine Selbständigkeit ist daneben gewachsen und ich habe mich selbst weiterentwickelt und verbessert. Zum Schluss habe ich dieses Jahr viel mehr gesehen und erlebt, als ich mir vorgestellt habe. Ich bin deswegen sehr glücklich, dass ich mich dieser Herausforderung gestellt habe.


Ein Bericht von einem Gastschüler aus Westberlin 2018

Meine ersten Tage in Berlin waren sehr spannend. Ich kann mich noch an das komische Gefühl erinnern als ich meine Gastfamilie, mit der ich ein ganzes Jahr wohnen würde, zum ersten Mal sah. Ich hatte aber Glück und wurde gut aufgenommen – schon nach der ersten Woche fühlte ich mich wie zu Hause.

Die deutschen Schüler waren auffallend offen und haben viel Einsatz gezeigt, um uns Norweger kennenzulernen. Alle Norweger wurden am ersten Wochenende zu einer privaten Geburtstagsfeier von einer deutschen Schülerin eingeladen, was sehr nett war. Wir haben einen sanften Einstieg in den Schulunterricht bekommen und haben probiert, uns an die häufige mündliche Teilnahme zu gewöhnen. Es hat ein bisschen gedauert, bevor ich mit der Logistik in Berlin zurechtkam. (…) Aber die Lehrer waren verständnisvoll und haben ein Auge zugedrückt.

Die ersten Wochen gab es schöne, warme Spätsommertage, die dazu beigetragen haben, mich sehr auf mein Jahr in Berlin zu freuen.


Eine Erfahrung einer Familie aus Westberlin

„Wir werden unser Gastkind sehr vermissen und sind tatsächlich bereits traurig wegen des baldigen Abschieds. Die ersten Schritte waren nicht immer nur einfach, für beide Seiten, aber wir haben Geduld miteinander gehabt und die "Früchte" geerntet. Manchmal war es schon herausfordernd, unterschiedliche Erwartungen, Kommunikationsgewohnheiten und Kulturen einzuordnen bzw. "richtig" zu verstehen, (…) aber wir haben das gut gemeistert, denken wir, viel zusammen erlebt und sind uns nah gekommen. (…) Aber wir haben ihn sehr lieb gewonnen, wie ein Familienmitglied. Danke für dieses menschlich so bereichernde Jahr hiermit auch an Euch.“


Gastmutter in Ostberlin

„Für mich ist jedes Jahr eine Bereicherung und jedes Kind so unterschiedlich, dass es immer wieder eine Freude ist, sich darauf einzustellen und wir jetzt schon gespannt sind, wer uns dieses Jahr besucht“


Gasteltern aus Schöneberg

„Für uns ist die Idee des Austausches eine Natürliche und da unser Sohn auch bereits im Ausland war und wir dies fördern möchten, ist es für uns selbstverständlich, dass wir gerne einen norwegischen Austauschschüler aufnehmen.“


Gastvater Ostberlin

„Ich habe selbst norwegische Wurzeln und liebe das Land, für mich ist der Austausch deswegen sehr spannend, unsere jetzige Gasttochter trägt den selben Namen wie unsere eigene erwachsene Tochter und passt unglaublich zu uns.“


Gastfamilie aus Pankow

„Meine Tochter lernt Norwegisch an der Felix Mendelssohn Bartholdy Schule, für sie ist es toll, eine ältere Gastschwester zu haben und perspektivisch selbst auch nach Oslo reisen zu können.“


Gastfamilie West

„Für uns ist die Organisation und das Programm, welches das Projekt durch das Jahr begleitet, sehr positiv und bietet uns viel Erleichterung- wir fühlen uns gut aufgehoben und rundum wohl.“


Gastfamilie aus Dahlem

»Die Vorteile liegen auf der Hand: eine sehr gute und großzügige Betreuung der Schüler (schulisch wie sozial) und der Gasteltern. Eine bemerkenswerte schulische Förderung, nicht nur für Deutsch und Norwegisch, sowie ein tolles Begleitprogramm durchs Jahr, perfekt organisiert.»